Unerwünscht

Wenn Pornostars nicht kommen dürfen

Oktober 18th, 2009
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Der Film übrigens, in dem Maria Ozawa mitspielen soll(te), heißt

Der Film übrigens, in dem Maria Ozawa mitspielen soll(te), heißt "Kidnapping Miyabi".

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In Indonesien geht es derzeit heiß her. Grund ist die japanische Schauspielerin und Pornodarstellerin Maria Ozawa alias Miyabi. Sie würde nämlich gern kommen – also, nach Indonesien -, darf aber nicht. Islamische Würdenträger des mehrheitlich islamischen Inselstaates hatten nämlich derart Druck auf die Regierung ausgeübt, dass die Maria Ozawa letztlich die Einreise verbot.

Dabei hatte die hübsche Japanerin eigentlich gar nichts Unanständiges im Sinn: Sie wollte nur an einem Filmprojekt mitwirken – bekleidet. Den strengen Moralwächtern jedoch reichte das nicht. Sie zogen zu Hunderten protestierend durch die Straßen und verbrannten sogar Damenunterwäsche, um ihrem Ärger Luft zu machen. Der Vorsitzende des indonesischen Rats der Ulemas (MUI) sagte dazu: “Wenn wir diesen Film irgendwann akzeptieren, werden viele Teenager ihn sehen; darauf werden diese sie [Miyabi] verehren und wir befürchten, dass sie sich dann schliesslich ihre Pornofilme beschaffen werden.” Was die Ulemas jedoch offenbar nicht wissen oder konsequent ignorieren: Auf dem Schwarzmarkt in Jakarta verkaufen sich Raubkopien von Miyabi-DVDs wie geschnitten Brot.

Jede Aktion ruft bekanntlich eine Gegenreaktion hervor: So haben sich inzwischen Fans von Maria Ozawa im Internet organisiert. Sie kämpfen dafür, dass sie doch noch nach Indonesien kommen darf. Mittlerweile sollen es um die 300.000 Unterstützer sein. Denen geht es jedoch nicht nur um die weiblichen Reize des japanischen Pornostars – sollte Maria Ozawa doch noch nach Indonesien einreisen dürfen, wäre dies ein schwerer Schlag für die Sittenwächter und Moralapostel.

Der Film übrigens, in dem Maria Ozawa mitspielen soll(te), heißt “Kidnapping Miyabi“. Darin wird sie laut Drehbuch von indonesischen Jugendlichen, die sie vergöttern, gekidnapped. Der Film hat natürlich ein Happy End. Ob die Wirklichkeit auch eines bekommt, wird sich zeigen.

[ak]

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08.02.2012
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