Tierische Nutten

Wenn ein Männchen sie vor einem Eindringling schützt, belohnen ihn die Weibchen mit Sex.
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All den Hardcore-Feministinnen, die seit Jahrzehnten auf die Prostitution als menschenverachtendes und frauenfeindliches Gewerbe schimpfen, kann man nun entgegen halten, dass Sex gegen Geld oder eine Gegenleistung keine Erfindung des Menschen und weitaus älter ist als angenommen. An den Stränden einer Insel vor Mosambik (in Ostafrika) leben nämlich Winkerkrabben. Winkerkrabben sind keine besonders ästhetischen Tiere. Sie haben merkwürdige Stielaugen und klobige Scherenhände. Aber das ist auch nicht das Interessante an ihnen – sondern dass die Weibchen der Winkerkrabben dem Gewerbe der Prostitution nachgehen.
Weibliche Winkerkrabben haben nämlich wesentlich kleinere Scheren als Männchen. Dennoch schaffen sie es, ihr Territorium regelmäßig gegen die stärkeren Männchen zu verteidigen. Wissenschaftler wollten rausfinden, wie ihnen das möglich ist. Und dabei deckten sie die skandalösen Machenschaften der Winkerkrabbinnen auf: Sie bieten Sex gegen Schutz! Wenn ein Männchen sie nämlich vor einem Eindringling schützt, belohnen ihn die Weibchen mit Sex. Ob das nun Prostitution im klassischen Sinn oder gar Missbrauch von Schutzbefohlenen ist, lassen wir mal unbeantwortet. Tatsache aber ist, dass offenbar nicht nur menschliche Weibchen ihre Reize vorteilhaft für sich zu nutzen wissen. Wäre interessant zu wissen, ob Frau Schwarzer diese Tatsache bekannt ist und ob sie bereits plant, eine feministische Revolution unter den Winkerkrabben in Gang zu setzen.
Ach ja, wenn Frau Winkerkrabbe Herrn Winkerkrabbe mit dem Sex nicht belohnt, sondern wirklich auf der Suche nach einem Fortpflanzungspartner ist, lässt sie nicht jeden x-beliebigen ins Haus, sondern nur den nach ihrer Meinung Besten der Besten. Klingt nicht auch das menschlich, allzumenschlich?
Quelle: abendblatt.de
Tags: Prostitution, Tierreich, Winkerkrabben



