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Rammstein verderben die Jugend

November 9th, 2009
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Ursula - Zensursula - von der Leyen hat höchstpersönlich einen Indizierungsantrag bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien gestellt.
Bild: © by Rammstein
Ursula - Zensursula - von der Leyen hat höchstpersönlich einen Indizierungsantrag bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien gestellt.

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Rammstein sind seit jeher nicht bekannt für soften Schmuserock, sondern für mitunter ganz schön harte Texte und noch härtere Videos. Das ist dann auch Familienministerin Ursula von der Leyen aufgefallen, wenn auch ganz schön spät, denn bis dahin war das neue Album von Rammstein bereits bis auf Platz eins der Charts vorgerückt. Das dürfte sich in Kürze ändern, denn Ursula “Zensursula” von der Leyen hat höchstpersönlich einen Indizierungsantrag bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien gestellt, welcher dort offenbar auch angenommen wurde. Wenn bald die Liste mit den neu indizierten Medien veröffentlicht wird, wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach darauf auch “Liebe ist für alle da” (so der Titel des neuen Albums von Rammstein) befinden. Damit darf das Album dann nur noch unter der Ladentheke, also nur auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden und mit Altersprüfung an Personen über 18 Jahren verkauft werden.

Rammstein kommentierten die wahrscheinlich stattfindende Indizierung auf Facebook folgendermaßen: “Rammstein-Urteilsspruch: Das neue Rammstein-Album ist auf Antrag des durch die Ministerin von der Leyen geführten Bundesministeriums indiziert worden und wird zukünftig lediglich unter der Ladentheke zu haben sein. Volljährige sollten ihren Ausweis nicht vergessen und dann beim Händler ihres Vertrauens nachfragen.”

Rammstein kann mit solchen Verfahren sehr gelassen umgehen, denn die Band hat viele treue Fans und zudem bereits Erfahrung mit dem moralinsauren Zeigefinger der Jugendschützer. Ihre Musikvideos zu “Stripped” und “Mein Teil” durften im Fernsehen erst ab 22 Uhr gezeigt werden. Letzteres sei nämlich geeignet, “die Entwicklung von Kindern oder Jugendlichen unter 16 Jahren zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu beeinträchtigen.” Dass ein ganzes Album indiziert wird, ist aber auch für Rammstein neu. Konkret passten den Jugendschützern zwei Songs und ein Foto im Booklet nicht. Auf dem beanstandeten Bild ist Gitarrist Richard Kruspe mit einer auf seinen Knien liegenden Frau zu sehen. Genau wie der Text des Songs “Ich tu dir weh” sei dies eine jugendgefährdende Darstellung sadomasochistischer Praktiken. Der Song “Pussy” dagegen animiere Jugendliche, ungeschützt Geschlechtsverkehr zu haben und so das Risiko zu erhöhen, sich mit Geschlechtskrankheiten anzustecken. Das Musikvideo von “Pussy” wurde allerdings nicht beanstandet. Es war den Sendern nämlich ohnehin zu heiß und wurde deshalb nicht ausgestrahlt. Darin sind die Bandmitglieder beim Sex zu sehen, die es allerdings nicht selbst treiben, sondern sich von Körperdoubles haben spielen lassen.

Quelle: gulli.com

[ak]

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08.02.2012
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