Pornos sind nicht christlich

Carrie Prejan als Pornodarstellerin?
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Das mit dem Glauben ist an und für sich schon eine heikle Sache. Noch heikler wird sie, wenn man sich bei diskriminierenden Äußerungen auf seinen Glauben beruft, hinterher aber Beweise auftauchen, wonach man es selbst mit dem Glauben nicht so genau nimmt. Aber der Reihe nach …
Carrie Prejan ist eine sehr hübsche junge Frau. Deswegen war sie auch zur Miss California gewählt worden. Sie WAR zur Miss California gewählt worden. Inzwischen ist sie nicht mehr Miss California, auch wenn zwischenzeitlich keine neue Miss-Wahl stattgefunden hat. Wie es dazu kommen konnte, ist eine sehr interessante Geschichte über Sein und Schein: Nachdem Carrie Prejan die Miss-California-Wahl gewonnen hatte, trat sie auch zur Miss-USA-Wahl an. In einer Livesendung anlässlich dieser Wahl lehnte sie die Gleichstellung von Homosexuellen mit deutlichen Worten ab. Obwohl sie bis dahin die Favoritin im Wettbewerb gewesen war, wurde sie nicht die nächste Miss USA. Das gefiel ihr offenbar nicht und so beschwerte sie sich öffentlichkeitswirksam, dass sie nur aufgrund ihrer christlichen Ansichten zum Gespött der Leute gemacht worden sei. Weil man ihr zwischenzeitlich – wie eingangs schon erwähnt – auch den Titel der Miss California aberkannt hatte, klagte Carrie Prejan auf einen Millionenbetrag. Die Veranstalter begründeten die Aberkennung damit, dass sie nicht zu vereinbarten Presseterminen erschienen sei.
So weit, so klar, so unfair gegenüber Carrie Prejan, könnte man denken, immerhin existiert in den USA die Meinungsfreiheit. Jeder hat also grundsätzlich das Recht, seine Ansichten zu äußern, auch und (wahrscheinlich) besonders dann, wenn diese ein religiöses Fundament haben. Hier kommt jedoch der Schein ins Spiel …
Carrie Prejan wird auf das viele schöne Geld verzichten müssen. Sie hat die Klage nämlich inzwischen zurück gezogen – nachdem die gegnerischen Anwälte ihr einen noch nicht veröffentlichten Porno gezeigt hatten, in dem sie die Hauptrolle spielt. Angeblich habe Carrie Prejan nach der Vorführung ganze 15 Sekunden gebraucht, um sich gegen die Fortführung der Klage zu entscheiden. Sie erhielt danach 100.000 Dollar als Trostpflaster, um ihre Anwälte zu bezahlen. Sie selbst erhielt keinen müden Cent. An dieser Geschichte sieht man wunderbar: Das mit dem Glauben ist wirklich eine heikle Sache.
Quelle: queer.de
Tags: Carrie Prejan, Klage, Miss California, Porno, USA



