Feministischer Pornofilmpreis wird erstmals verliehen

Zukünftig können sich Produzenten um die Verleihung des PorYes-Labels bewerben, welches bestätigt, dass ein bestimmtes Werk feministischen Kriterien entspricht und den Reichtum sexueller Ausdrucksweisen einbezieht.
Diesen Artikel auf Englisch lesen.
Am 17. Oktober wird in Berlin zum ersten Mal ein Filmpreis für feministische Pornos verliehen. Persönlichkeiten und Werke, die sich besonders verdient gemacht haben um die sexpositive Darstellung der weiblichen Lust in ihrer vielfältigen Ausprägung, erhalten als Auszeichnung die Auster. Veranstalter sind das erste frauenorientierte Sex-Unternehmen und sexuelle Kommunikationszentrum Sexclusivitäten sowie das Netzwerk Freudenfluss. Die Initiatoren und Veranstalter wollen damit eine Gegenbewegung zur sexistischen Mainstream-Pornographie in Gang setzen und zeigen, “dass es scharfe, lustige und sexy frauenfreundliche Pornos gibt, die Frauen und Pärchen zusammen genießen können und ihnen das Gefühl vermitteln, mit sich und ihrer Sexualität im Einklang zu sein”, wie Dr. Laura Mérritt, Kommunikationswissenschaftlerin und Betreiberin von Sexclusivitäten, erklärt. Zukünftig können sich Produzenten um die Verleihung des PorYes-Labels bewerben, welches bestätigt, dass ein bestimmtes Werk feministischen Kriterien entspricht und den Reichtum sexueller Ausdrucksweisen einbezieht. Dieses Gütesiegel soll sowohl KonsumentInnen als Wegweiser durch den Porno-Dschungel dienen als auch die Produktion von mehr Pornographie mit gleichberechtigten Sexualpartnern fördern.
Quellen: aviva-berlin.de, poryes.de
Tags: Berlin, Pornofilmpreis, PorYes



