Abgezockt?

Will Apple zukünftig Nutzer zwingen, Werbung anzusehen?

November 22nd, 2009
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Um auf den Preis eines Geräts 100 Dollar Nachlass zu erhalten, müsse man nämlich schon eine ganze Menge Werbeanzeigen ansehen.

Um auf den Preis eines Geräts 100 Dollar Nachlass zu erhalten, müsse man nämlich schon eine ganze Menge Werbeanzeigen ansehen.

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Wenn es Apple gelingt, eine neue Technologie einzuführen, die der Technologiekonzern gerade zu patentieren versucht, dann könnten Nutzer zukünftig dazu gezwungen werden, Werbeanzeigen zu lesen und diese auch noch zu bestätigen. Funktionieren soll die neue Technologie mit jedem Gerät, das einen Bildschirm besitzt. Das Gerät selbst würde sämtliche Prozesse einfach einfrieren und dem Benutzer eine Werbeanzeige einblenden. Um die Anwendung fortsetzen zu können, müsste der Benutzer eine Frage beantworten. Diese neue Funktion soll dabei direkt in den Prozessor des Geräts integriert werden, wodurch einerseits verhindert würde, dass man sie einfach deaktivieren kann, und andrerseits jederzeit Werbeanzeigen an den Benutzer ausgeliefert werden könnten, egal was er gerade mit dem Gerät macht. Das ist aber noch nicht alles: Ignoriert ein User wiederholt die angezeigte Werbung, soll die Zahl und die Intensität der Anzeigen steigen. Zum Beispiel könnten die einzelnen Werbeanzeigen kleiner und der User gleichzeitig zur Eingabe immer komplizierterer Zeichenfolgen gezwungen werden.

Was sind nun die Vorteile dieser neuen Funktion? Die Erfinder der neuen Technologie meinen, dass Apple dadurch bestimmte Produkte kostenlos anbieten könne, wenn diese sich damit einverstanden erklärten, die Werbung anzusehen. Die Nutzer könnten dann später gegen Zahlung einer Gebühr die Werbeanzeigen deaktivieren.

Die Patentanfrage, die den Namen und die Bewilligung von Apple-Chef Steve Jobs trägt, hat in der technikaffinen Community unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Randall Stross von der New York Times beispielsweise hat die Beteiligung von Steve Jobs, der eigentlich für seine benutzerfreundliche Einstellung bekannt sei, ausdrücklich bedauert. Er sagte, es sei nicht klar, wie Steve Jobs diese neue Technologie in Einklang mit Apples Kultur bringe.

Adrian Kingsley-Hughes von ZDNet hingegen meint, dass die neue Technologie für den Verkauf von Inhalten, nicht von Hardware benutzt werden könnte. Verglichen mit dem Preis für Hardware, seien die Preise für Content Peanuts. Man könne dem Benutzer also im Gegenzug für die Betrachtung von Werbung eine Art Guthaben für Content zahlen. Ein bestimmtes Guthaben könne man verwenden, um einen Song zu kaufen, ein höheres Guthaben zum Ausleihen eines Films und ein noch höheres, um einen Film zu kaufen. Um auf den Preis eines Geräts 100 Dollar Nachlass zu erhalten, müsse man nämlich schon eine ganze Menge Werbeanzeigen ansehen.

Quelle: xbiz.com

[ak]

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13.03.2010
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