Unbekannter erpresst Abschaltung eines Erotikportals

Der Unbekannte wandte sich nun mit einem Erpresserschreiben direkt an die Swisscom und drohte, seine DDOS-Attacken auf deren Großkunden auszuweiten, sollte happysex.ch nicht vom Netz genommen werden.
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Die Mafia hat ihre Schutzgelderpressungen, das Pornobiz im Netz hat seine DDOS-Attacken. Das musste ein Schweizer Sexunternehmer vor kurzem schmerzlich feststellen. Ein Unbekannter legte sein Anzeigenportal für Prostituierte happysex.ch mittels DDOS-Attacke lahm.
Daraufhin ließ der Unternehmer Anfragen von ausländischen IP-Adressen auf sein Angebot mit der Hilfe eines Sicherheitsunternehmens spezialisiert auf Websites sperren. Man konnte also nur noch von einem Schweizer Rechner auf die genannte Website zugreifen. Damit glaubte der Betreiber, das Problem gelöst zu haben, da bei der DDOS-Attacke die meisten anfragenden Rechner aus dem Ausland stammten. Womit der Unternehmer nicht gerechnet hatte: Der Unbekannte wandte sich nun mit einem Erpresserschreiben direkt an die Swisscom und drohte, seine DDOS-Attacken auf deren Großkunden auszuweiten, sollte happysex.ch nicht vom Netz genommen werden. Die Swisscom beugte sich schließlich dieser Drohung und schaltete die Website ab. Der Sexunternehmer hostet sein Angebot nun via Deutschland und will auf Schadenersatz klagen, immerhin habe die Swisscom klar Vertragsbruch begangen. Die Pressesprecherin der Swisscom rechtfertigt das Vorgehen: “Es war ein Internet-Anbieter betroffen, der unter anderem auf die Erotikbranche spezialisiert ist.
Durch den enorm ansteigenden Datenverkehr – der gesamtschweizerisch auch andere Provider betraf – waren rund 20 weitere Swisscom-Geschäftskunden von einer Beeinträchtigung im Datenverkehr betroffen. Zum Schutz dieser Kunden und der Infrastruktur sowie um eine Beeinträchtigung der Service-Qualität zu verhindern, sah sich Swisscom veranlasst, die Seite vom Netz zu nehmen.” Wer der Unbekannte hinter den DDOS-Attacken ist, konnte bislang nicht geklärt werden.
Quelle: 20min.ch
Tags: Abschaltung, DDos, Erpressung, HappySex.ch, Schweiz, swisscom



