Christian von SexGoesMobile

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Das mobile Internet ist in aller Munde. Laut einem Bericht von SexGoesMobile – einem Partnerprogramm speziell fürs mobile Internet – wurde der Handybrowser Opera Mini im Mai 2009 von über 25 Millionen Anwendern weltweit genutzt. Gegenüber dem April 2009 war das ein Plus von 11 Prozent und gegenüber dem Vorjahresmonat ein Plus von 227 Prozent. Diese Zahlen allein sind schon beachtlich. Sieht man sie nun noch vor dem Hintergrund, dass dieser Browser nicht der Standardbrowser ist, sondern nur von einer kleinen Gruppe von Usern zusätzlich heruntergeladen wurde, kriegt man ein Gefühl dafür, wie sehr der Markt für mobilen Content in den letzten Jahren gewachsen ist. Im Jahr 2007 war 1 Prozent des weltweiten Webtraffics mobil, im Jahre 2008 waren es bereits 5 Prozent. Klar, dass die mobilen Surfer auch Interesse an erotischem Content haben. Laut einer Studie von Juniper Research wird der Gesamtumsatz von mobilen Adult-Inhalten etwa bei 4,9 Milliarden Dollar im Jahr 2013 liegen. Der Großteil davon wird durch mobile Webcam-Livechats generiert werden. Wir haben mit Christian Kreul von SexGoesMobile darüber gesprochen, wie man als Webmaster von diesem wachsenden Markt profitieren kann.
magbiz.net: Hallo, Christian. Vielen Dank, dass Du Dir Zeit nimmst für dieses Interview.
Christian: Immer gerne.
magbiz.net: Dann steigen wir doch gleich mal ein mit einer Frage, die bestimmt alle interessiert: Wie lange gibt es das Partnerprogramm SexGoesMobile denn schon?
Christian: SexGoesMobile ging online im Juni 2005. Das heisst, dass wir nun etwas mehr als vier Jahre alt sind. Am 16. Juli 2009 haben wir einen kompletten Relaunch von SexGoesMobile vorgenommen. Wir haben das Programm intensiv erweitert und viele neue Funktionen hinzugefügt. Dabei ist viel von dem Feedback eingeflossen, das wir in den vergangenen Jahren von unseren treuen Partnern erhalten haben.
magbiz.net: Das ist ja schon eine ganz schön lange Zeit. Was war denn das auslösende Moment, ein Partnerprogramm speziell für das mobile Internet ins Leben zu rufen? Welche Überlegungen gingen dem voran? Woran habt Ihr erkannt, daß es inzwischen ausreichend potenzielle Kunden für mobilen Erotikcontent gibt, um sie als eigene Zielgruppe anzusprechen?
Christian: Vor SexGoesMobile haben wir mstream fertiggestellt. Dieses Produkt ist in der Lage, einen Livechat über Webcam auf das Mobiltelefon zu bringen. Eigentlich genauso, wie es auch im Internet funktioniert. Ein paar Mädels sitzen vor einer Webcam und man hat die Möglichkeit, mit ihnen zu chatten, während man sie sieht. Dies war zum damaligen Zeitpunkt revolutionär, da noch niemand weltweit solch ein Produkt angeboten hat. Wir wussten, dass Webcams im Internet ziemlich erfolgreich und umsatzträchtig sind. Außerdem haben wir immer daran geglaubt, dass das Handy irgendwann zu unserem Alltag gehören wird und die Geräte sich ständig weiterentwickeln werden. Wir wollten also einer der ersten sein und waren unserer Zeit weit voraus. Zumindest in Deutschland! In anderen Ländern waren die User schon wesentlich weiter. Wie auch immer – nun hatten wir also eine tolle Applikation aber uns fehlte der Traffic. Es lag also auf der Hand, ein Partnerprogramm für mobile Inhalte ins Leben zu rufen. Letztlich haben wir nichts anderes gemacht, als die erfolgreichen Businessmodelle aus dem Internet auf das Mobiltelefon zu übertragen.
magbiz.net: Wenn ich als Webmaster ohne Erfahrung im mobilen Bereich nun an diesem neuen Markt teilhaben möchte – wie genau stelle ich das denn an? Worin unterscheidet sich die Bewerbung von Partnerprogrammen im “klassischen” Internet von der Bewerbung von Eurem Partnerprogramm fürs mobile Internet?
Christian: Das ist im Prinzip ganz einfach. Das Stichwort lautet „Mobile Targeting“. Dabei analysiert man einfach mittels weniger Zeilen PHP, ob ein User einen normalen Browser oder einen mobilen Browser benutzt. Benutzt er
einen mobilen Browser, wird er einfach zum mobilen Content weitergeleitet. Hierfür bieten wir zwei Möglichkeiten: 1.) Man kann den Traffic einfach auf unsere bestehenden Angebote weiterleiten. Wir haben ein umfangreiches Netzwerk an Nischen, das sofort beworben werden kann. 2.) Man kann sich eine individuelle Landingpage mit einem Tool erstellen und dabei auswählen, welche Produkte darauf beworben werden sollen. Dann lädt man alles auf seinen Server hoch, richtet eine Subdomain wie beispielsweise mobile.domain.com ein und leitet den mobilen Traffic dorthin weiter. Das ist ein Aufwand von nicht mehr als zehn Minuten.
magbiz.net: Das klingt ja wirklich nicht schlecht. Für welche Themenbereiche eignet sich denn Eurer Partnerprogramm, wenn ich meinen mobilen Traffic zu Euch umleiten möchte? Bietet Ihr auch Nischen wie Transen, Mollig, Alt, etc.?
Christian: Wir decken derzeit etwa 25 Videonischen ab und erweitern ständig. Mollig und Alt sind leider (noch) nicht dabei und sollte dann bald folgen. Danke für den Hinweis. Besonders interessant ist unser Programm selbstverständlich auch für all diejenigen, die irgendetwas im Cam-Bereich machen. Egal ob es sich dabei um Webmaster, Sender/innen oder Cam-Betreiber selbst handelt – jeder kann am mobilen Webcam-Chat teilhaben. Dabei sollte ich vielleicht auch erwähnen, dass jeder Partner in der Lage ist, den Webcam-Chat seinem Layout anzupassen und zu branden.
magbiz.net: Wie ist das denn mit dem Jugendschutz? Deutschland verfügt hier ja über besonders strenge Vorschriften. Wie kommt Ihr als in Deutschland ansässiges Unternehmen den rechtlichen Vorschriften nach, die ja auch für das mobile Internet gelten?
Christian: Genau – in Deutschland müssen wir natürlich den Jugendschutz auch auf dem Handy beachten. Ergänzend kommt ja noch hinzu, dass wir die Bezahlsysteme der Mobilfunkanbieter nutzen. Also müssen wir auch nach deren Regeln “spielen”, da diese ansonsten unsere Billing-Anbindungen “abschalten” würden. Derzeit stellen wir sicher, dass wir in Deutschland nur softe Inhalte ab 16 verkaufen und ausliefern. Unsere Erfahrung zeigt, dass auch diese Inhalte abgerufen werden. Wir beobachten den Markt der Altersverifikationsanbieter für mobile Kunden jedoch ganz genau. Derzeit gibt es leider noch keine Lösung, die unseren Ansprüchen genügt und es dem Endkunden einfach genug macht. Die Mobilfunkanbieter sind inzwischen ebenfalls dabei, Altersverifikationssysteme auf den Markt zu bringen. Wie gesagt – wir beobachten diese Entwicklung ganz genau und werden zu gegebener Zeit handeln.
magbiz.net: Jetzt habe ich eine Menge Neues und Interessantes erfahren. Ich danke Dir für das Gespräch.
Christian: Aber gern.
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