Ist Porno noch zu retten?

Geht es der Erotikbranche schlecht?
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Der Pornographie droht der Niedergang – so ist es in einem vermeintlichen Insider-Bericht auf diepresse.com zu lesen. Wozu Geld für Porno ausgeben, wenn man ihn auch umsonst haben kann? Das ist die Quintessenz der düsteren Untergangsvision.
Etwas ausführlicher erklärt, sagt sie Folgendes: Die Generation Internet gibt kein Geld für Porno aus, weil sie genau weiß, wo sie Massen davon völlig kostenlos konsumieren kann. Die anspruchsvollen Konsumenten mit Geschmack wiederum ersticken fast unter den Unmengen zweit-, dritt- und viertklassiger Produktionen, welche die überwältigende Mehrheit der heute am Markt befindlichen Pornos ausmachen. Darunter ein paar Perlen zu finden, erscheint nahezu aussichtslos, so dass sie sich angeekelt abwenden. Am Leben gehalten wird die Pornobranche nur durch die absoluten Pornofreaks, die einfach nicht genug von Schmuddelkram bekommen können und mitunter dafür sogar Geld ausgeben – wenn sie ein gutes Angebot entdecken. Aber die Anzahl dieser Pornofreaks schwindet.
Das Problem der Pornobranche allerdings ist hausgemacht, wird dem Leser erklärt: Indem der Markt heute im wahrsten Sinne des Wortes geflutet wird mit neuen “Werken”, die sich ständig in Bezug auf Qualität und Kreativität unterbieten, vergeht dem potenziellen Konsumenten allmählich die Lust, weil er sich wie eine Melkkuh vorkommt, der man denselben Film zigmal nur unter anderem Namen zu verkaufen versucht. Aber ganz blöd ist der Pornokonsument eben auch nicht. Inzwischen durchschaut er allmählich dieses Lizensierungs- und Weiterreichungsspiel und fragt sich zunehmend, warum er dreimal für denselben Inhalt Geld ausgeben soll. Vor allem, wenn es (fast) dieselben Inhalte auch im Internet gibt – kostenlos. In der Pornobranche findet deshalb ein Selbstreinigungsvorgang statt. Wer den Kunden nicht überzeugen kann, dass gerade seine Pornos “wertvoll” genug sind, um sie sich etwas kosten zu lassen, der wird verschwinden.
Tags: Bericht, Niedergang, Pornografie, Pornoindustrie




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