Indiskrete Jugendschutz-Software

Eltern installieren Jugendschutz-Software auf dem Rechner, damit ihre Kinder nicht auf Angebote gelangen können, die für ihr Alter nicht geeignet sind.
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Eltern installieren Jugendschutz-Software auf dem Rechner, damit ihre Kinder nicht auf Angebote gelangen können, die für ihr Alter nicht geeignet sind. Der Sinn solcher Programme ist also die Filterung eingehender Daten. Das Jugendschutz-Programm Sentry Parental Control tut das zwar auch, verschickt aber auch fleißig Daten: die von den Kindern erstellten Inhalte nämlich. Das Programm liest Nachrichten, Blogeinträge und Chats von Kindern mit, ein System mit Namen “Pulse” bündelt sie dann und das Unternehmen verkauft diese gebündelten Daten zu Marketingzwecken an andere Unternehmen. Diese Unternehmen erhielten dadurch einzigartige Informationen darüber, was Teenager sagen, so die Erklärung des Herstellers in einer Pressemeldung. In einem Interview mit Cnet versicherte der Leiter der Herstellerfirma, dass die Identität keines Kindes aufgezeichnet würde. Eine Nachverfolgung, wer was gesagt hat, sei unmöglich. Kritiker erwidern darauf, dass doch in den Nachrichten selbst auch Namen auftauchen würden.
Quelle: diepresse.com
Tags: Jugendschutz, Jugendschutzsoftware, Kinder ausspioniert, Sentry Parental Control




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