Die Niederlande wirft deutsche Pornoanbieter aus dem Land

Die Niederlande wirft deutsche Pornoanbieter aus dem Land
Es hat niemand daran geglaubt und deswegen schlug diese Mitteilungen bei den Redaktionen weltweit wie eine Bombe ein: Das niederländische Parlament hat bereits schon letzte Woche zugestimmt, sich den strengen deutschen Jugendschutzbestimmungen anzuschliessen.
Bisher galt die Niederlande als liberales Land, was die Verbreitung von Pornografie anbelangt hat. Doch dieses scheint nun seit einige Tagen vorbei zu sein. Das niederländische Parlament hat sich zu einer Abstimmung getroffen und Weichen gestellt, die den deutschen Anbietern mit Sitz in den Niederlanden nicht gefallen werden.
In den nächsten Wochen werden Maßnahmen ergriffen, die dazu führen werden, dass sich wahrscheinlich sehr viele Anbieter ein neues Land suchen müssen.
Wir haben heute mit Pieter van de Luege, Pressesprecher des niederländischen Parlamentes, ein kurzes Interview führen können.
magbiz: Als heute morgen die Meldung in unserer Redaktion aufschlug das sich die Niederlande den deutschen Jugendschutzbestimmungen anschliessen möchte, konnten wir es kaum glauben. Was können Sie uns dazu sagen?
Luege: Uns ist klar, dass dieses für viele überraschend ist. Seit Jahren werden die deutschen Jugendschutzbestimmungen immer schärfer und deswegen wandern immer mehr deutsche Anbieter von pornografischen Angeboten in unser Land aus um so den Bestimmungen zu entgehen. Die Niederlande möchte sich jedoch nicht in die Ecke drängen lassen, ein Fluchtpunkt für deutsche Pornografieanbieter zu sein und deswegen in der letzten Parlamentssitzung eine Abstimmung gestartet.
Mit einer deutlichen Mehrheit haben die Abgeordneten sich dagegen gewehrt, weiterhin das Auswanderland Nummer 1 für Pornoanbieter zu sein.
magbiz: Auf was müssen sich denn jetzt deutsche Anbieter, die jetzt ihre Angebote von den Niederlanden aus betreiben, beachten? Wird es ebenfalls eine Pflicht geben, eine Altersverifizierung einzusetzen?
Luege: Wir haben uns dazu entschlossen, in den kommenden Wochen sämtliche Gewerbeanmeldungen von deutschen Unternehmen zu prüfen. Deutsche Anbieter von Pornografie werden dann von uns eine Gewerbeuntersagung bekommen. Ein deutsches Unternehmen soll sich auch an die deutschen Gesetze halten.
magbiz: Das kommt ja einer Ausweisung gleich. Also geht es überhaupt nicht um den Schutz der Jugend, sondern vielmehr darum, die deutschen Unternehmer aus dem Land zu bekommen?
Luege: Nun, so pauschal würde ich das nicht sagen. Aber die niederländischen Anbieter von Pornografie verhalten sich dann doch etwas gemäßigter als die Deutschen. Gerade die Deutschen schlagen hier sehr über die Strenge und dadurch wird auch das Ansehen der Niederlande beschädigt. Dem können und wollen wir nicht mehr länger tatenlos zusehen. Die Niederlande ist kein Pornoeldorado – jedenfalls nicht für ausländische, insbesondere deutsche, Anbieter.
magbiz: Womit muss man denn jetzt als deutscher Anbieter rechnen?
Luege: Genaue Details kann ich Ihnen an dieser Stelle natürlich noch nicht mitteilen. Wir werden aber wie bereits erwähnt, alle deutschen Unternehmen überprüfen. Auch Anbieter von sogenanten Officelösungen und Whois Protection werden wir einer genauen Überprüfung unterziehen. Wir sind uns sicher bis zum Ende des Jahres, sämtliche Anbieter identifiziert zu haben und ihnen das Gewerbe zu untersagen. Möglicherweise werden wir auch die in den Niederlanden gehosteten Webseiten sperren bzw löschen lassen.
Wir sind uns sicher, mit dieser Maßnahme das Ansehen der Niederlande zu verbessern. Zudem erhoffen wir uns natürlich auch ein Entgegenkommen der deutschen Regierung im Zuge der Einführung der Autobahnmaut. Wie sie sicherlich wissen, soll in Deutschland die Autobahnmaut für Wohnwagen eingeführt werden und das würde zu erhöhten Kosten für unsere niederländischen Bürger führen. Aus Berlin ist uns schon eine Sonderlösung signalisiert worden, wenn wir im Gegenzug dem deutschen Staat entgegen kommen.
magbiz: Autobahnmaut, Signale aus Berlin? Um was geht es hier eigentlich?
Luege: Es geht ganz klar darum das Ansehen der Niederlande in der Welt zu verbessern. Wir wollen nicht länger tatenlos zusehen, wie deutsche Pornoanbieter in unser Land einfallen um der deutschen Gesetzgebung zu entgehen.
Weitere Informationen kann ich Ihnen zu diesem Zeitpunkt noch nicht geben. Ich bitte hierfür um Verständis.
magbiz: Vielen Dank Herr Luege, für dieses Interview
Tags: 1. April, Gesetze, Jugendschutz, Niederlande
cube
Der war gut!
SLA
War noch nur eine Frage der Zeit, bis Holland sich Gedanken dazu macht. Ich finde es eigenltlich auch nicht schlecht, das I-Net ein wenig zu schützen.
Matthias
Gelungener Aprilscherz :-)
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