Storno bei Mehrwertnummern
Heute wollen wir uns mit der Stornoproblematik beschäftigen.
Wahnsinn, da hat man im Letzten Monat einen guten Umsatz gemacht und gleichzeitig taucht in der Abrechnung ein dickes Storno auf! Wer hat das nicht schon eimal erlebt?
Was kann man nun gegen die sehr hohen Stornos tun?
Sind sie erst entstanden, dann hilft nur noch das Inkasso, welches von jedem Betreiber selber zu bestellen ist und nicht wie fälschlich angenommen durch die Telekom oder andere Anbieter vorgenommen wird. Die Telekom zum Beispiel versendet die erste Rechnung mit den Summen aller über den Anschluss geführten Gespräche. In der Mahnung bzw. Zahlungserinerung der Telekom aber tauchen nur noch die Summen der Telekom selber auf. In den meisten Fällen aber hat der Application Service Provider oder der Carrier schon ein Inkasso beauftragt. So ist das auch in unserem Programm csx24.info.
Als erstes sollte man auf die Qualität der Besucher achten. Wer nur mit “gratis” oder “kostenlos” in den Suchmaschinen zu finden ist, der muss sich nicht wundern, wenn die Anrufer am Ende nicht zahlungswillig sind. Wie leicht und schnell ist eines dieser Worte in den Webseiten verbaut, ohne sich darüber im klaren zu sein, welches Ausmaß das haben könnte.
Es ist also die Strategie der Werbung eines der entscheidenden Themen.
Ein weiterer Punkt ist das, was hinter der Rufnummer kommt und das sollte sich mit dem Inhalt der Werbung in etwa decken.
Weiterhin sollte ich genau wissen, was ich anbieten will. Entweder Telefonsex, Flirtline oder Dating und so sollte man auch den Content hinter der Telefonnummer 0900 auswählen.
Sie als Betreiber von 0900 Rufnummern sollten auch immer auf das Telefonverhalten ihrer Kunden achten. Wenn sie einen Anrufer haben, der 10 Stunden im Monat telefoniert, sieht das für den Umsatz schon mal sehr gut aus könnte aber auch ein dickes Storno werden. Es ist eine ganz einfache Rechnung: 10 Stunden sind 600 Minuten, wenn der Anruferpreis 1,99 Euro pro Minute beträgt, dann hat der Kunde 1194 Euro zu zahlen und das macht man nicht so nebenher. Also lieber vorab agieren und regelmässig den eigenen Abrechnungsaccount kontrollieren. Im Ernstfall müssen Sie reagieren und den Kunden nicht mahr als Anrufer zulassen. Die Grenze dazu legen Sie selbst fest und wird sich nach einiger Zeit einfach aus Ihren eigenen Erfahrungswerten ergeben.
Wenn Sie diese Möglichkeit bei Ihrem Application Service Provider nicht haben, suchen Sie sich einen Anbieter, der Ihnen diese Möglichkeit bietet. Die Kunden der Adultus-IT können dafür ein komplettes Kontrollsystem nutzen bis hin zum Verfolgen der Gespräche in Echtzeit! Außerdem arbeiten wir in dieser Problematik vorbeugend über unser Früherkennungssystem mit unseren Kunden zusammen, um sie vor hohen Stornierungen zu schützen.
Die Erfahrungen zeigen, das Rechnungen bis zu 250 Euro in den meisten Fällen problemlos bezahlt werden. Was draüber liegt kann schon knifflig werden.
Wie und wann können Stornos auftreten?
Als ertes muss man wissen, wie der Abrechnungsmodus verläuft. Ein Beispiel dafür. Ein Kunde der Telekom (es könnte auch 1und1 oder Hansenet usw. sein) ruft über eine Rufnummer 0900 am 1.Mai eine Diestleistung ab. Die Rechnung bekommt er dann im Abrechnungszyklus seines Anbieters. Meist ist das Mitte oder Ende des Monats und in einigen Fällen auch am Anfang des folgenden Monats.
Hat der Kunde dem Abbuchungsverfahren zugestimmt, wird sich nun der Anbieter in den folgenden Tagen das Geld vom Konto des Rechnungsempfängers holen. In vielen Fällen zahlt der Rechnungsempfänger die Summer auch selber, z.B. per Überweisung ein.
Dazu hat er einige Tage Zeit. Hat der Anbieter, in unserm Fall die Telekom, das Geld auf dem eigenen Konto, wird an den Carrier ausgezahlt. Wie gesagt, das ist hier nur ein Beispiel, denn es werden die Summen nicht einzeln vom Anbieter überwiesen sondern gesammelt und als grosse Summe gezahlt. Der Carrier hat nun das Geld erhalten, zur Auszahlung an seine Kunden oder dem Application Service Provider. Nun kann das Geld zum Betreiber der Rufnummer 0900 gelangen, also an Sie. Dieser ganze Vorgang, dauert in der Regel bis zu 5 1/2 Wochen nach Rechnungslegung.
Dieses sollte der Normalfall sein aber jetzt kommt die erste Ausnahme:
Der Rechnungsempfänger kann die Lastschrift bis zu 6 Wochen nach Abzug zurück buchen, aus welchem Grund er das auch immer tut. Das bedeutet, die Telekom und alle folgenden haben Geld gezahlt das nun nicht mehr vorhanden ist. So kann es sein, dass Sie ein Storno haben, welches schon 2 Monate zurück liegt und erst in der Abrechnung des dritten Monats auftaucht.
Nun kommt der Application Service Provider oder in Ausnahmefällen auch der Betreiber der Rufnummer 0900 ins Spiel und beauftragt das Inkasso den fälligen Betrag vom Anrufer “einzutreiben”. Das kann je nach nach Zahlungsmoral des Kunden, schneller oder langsamer gehen. Wenn Sie also auf Ihrer Abrechnung einen Betrag der Stornorückvergütung sehen, dann kann das ein voller aber auch ein Teilbetrag sein. Wichtig ist aber das Sie die Summe voll und ohne Abzug bekommen.
Fazit:
Es wird immer Stornos geben! Entscheidend ist nur, wie hoch diese sind. Liegen diese durchschnittlich bei 10% bis 20% Ihres Umsatzes,
so befinden Sie sich damit durchaus in einem vertretbaren Bereich. Alles, was weit darüber geht, kann problematisch werden, denn in nicht jedem Fall
werden Sie alle Zahlungsausfälle über das Inkasso rückvergütet bekommen ( Zahlungsunfähigkeit des Kunden ).
Wenn Sie im Monat z.B. 10.000 Anrufer haben, dann ist immer jemand dabei der nicht oder zumindest nicht pünktlich zahlt.
Stornierungen waren und werden immer Bestandteil des Geschäftslebens sein. Fakt ist, daß man als Geschäftsmann oder Geschäftsfrau eben auch
darauf Einfluß nehmen muß, um keine bösen Überraschungen zu erleben.
Tags: 0900, Kolumne, Mehrwertnummer, Storno



