0900 Kolumne von Micha Plath

Mehrwertdienste – Einnahmequelle 0900

November 26th, 2009
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Was hat man nicht alles über die Rufnummer 0190, früher von der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) zugeteilt, erzählt, sie ist tot und ohne unehrlich mit ihr zu arbeiten kann man damit kein Geld verdienen. Selbst in der Bevölkerung war das Ansehen nicht gerade rühmlich und wer mit diesen Rufnummern arbeitete, wurde nicht selten auf Grund dieser Tatsache als Betrüger dargestellt.

Zu diesem Bild haben die Medien nicht unwesentlich beigetragen. Sicher gab es die “schwarzen Schafe” aber in welcher Branche gab oder gibt es sie nicht?

Als im Januar 2006 die Rufnummern 0900 auf den Markt kamen, verstummten die Kritiker ein wenig aber nun sind einige von ihnen wieder da und blasen wieder in ihr altes Horn.
Diese Kritiker sind aber in vielen Fällen nicht mit der Materie vertraut. Einige von ihnen sind, man beachte, mit einem eigenen Rufnummerngeschäft gescheitert und das aus ganz unterschiedlichen Gründen. Bei wem das Gold nicht immer glänzt, der neigt schnell dazu, ungerecht zu werden oder gar sein eigenes Unvermögen zu überspielen.

Mich stören aber am meisten die Kritiken und Kommentare von Menschen, die sich anmaßen Ratschläge zu geben und das auf der Basis von ” Ich habe einen Bekannten und dessen Kumpel der kennt jemanden, der hat das schon mal gemacht”.

Natürlich sollte man für konstruktive Kritik offen sein, diese sollte aber bitte nur auf der Basis von Wissen und/oder eigenen Erfahrungen erfolgen.

Auch ich persönlich werde immer wieder gefragt, „kann man denn mit einer 0900 Rufnummer noch was verdienen? Wie geht das mit den Rufnummern, was muss ich beachten?

Nach 12 Jahren im Rufnummerngeschäft traue ich mir dazu Antworten zu.

Ich könnte natürlich immer antworten – nein, damit lässt sich nichts mehr verdienen, schon aus dem Grunde, um keinen weiteren Mitbewerber auf dem Markt zu bringen. Da ich aber ein ehrlicher Mensch bin, sage ich dann doch die Wahrheit und stehe mit Rat und Tat zur Seite.

Was ist nun die Wahrheit? Klar ist, dass man mit 0900 Rufnummern immer noch Geld verdienen kann, denn die Rufnummern 0900 haben mehr Einsatzgebiete als nur die Erotik – und Astrohotlines.
Die Erotik ist unbestritten immer noch eines der verbreitetsten und bekanntesten Anwendungsgebiete, in dem ich langjährige Erfahrungen sammeln konnte.

Alles was für den Kunden einen Mehrwert hat und alle Dienstleistungen, egal ob Fachinformationen oder Entertainment, die auf einfache Weise über die Telefonrechnung abgerechnet werden sollen, können mit einer 0900 Premium Rate-Rufnummer, wie die 0900 offiziell heißt, in Verbindung gebracht werden. Auch in diesem Bereich ist es wie überall schwerer geworden. Das liegt nicht an den Anbietern, die wie ich finde in den letzten Jahren nicht mehr geworden sind, sondern vielmehr an den Kunden, die mit Ihrem Geld sorgsamer umgehen. Trotzdem gibt es noch Kunden, die Angebote über 0900 nutzen und wir müssen uns diese Kunden bewahren und einen neuen und zahlungswilligen Kundenstamm für die Zukunft aufbauen.

Allerdings ist es gerade für Neueinsteiger nicht mehr so einfach, wie es noch vor Jahren der Fall war. Zum einen wissen Sie kaum etwas über die Rechtslage oder bauen auf ein gefährliches Halbwissen, was den Einsatz von Premiumrufnummern betrifft. Sie scheitern auch immer wieder am Abfangen der Stornorate. Man sollte wirklich gut überlegen, ob und wie man diese Methode der Abrechnung sinnvoll einsetzt. Es ist ja nicht damit getan, eine Rufnummer bei der Bundesnetzagentur zu beantragen, dafür dann die geforderten 62,50 Euro zu bezahlen, oder eine Rufnummer aus einem Anbieterpool zu ordern und dann blind zu starten. Wer hier nicht mit dem geforderten Augenmaß handelt, wird schnell an seine Grenzen stoßen.

Das betrifft auch die Wahl vom Carrier oder Provider. Natürlich muss man diese Nummer dann auch portieren, um sie auch einsetzen zu können. Die Zuteilung durch die Bundesnetzagentur ist nur eine Rufnummer die auf dem Papier steht, nicht mehr und nicht weniger. Im Übrigen, ein falsch oder unvollständig ausgefülltes Antragsformular kann das Vorhaben schon in der ersten Stufe scheitern lassen.
Was nun die Carrier und Provider betrifft gibt es Unterschiede in den Ausschüttungen der Gewinne und die Aufstellung der Kosten. Nicht selten ist man ja noch dem Irrtum erlegen, dass eine Auszahlung von z.B. 1,60 Euro pro Minute die bessere Wahl ist als eine Auszahlung von 1,45 Euro. Natürlich, von den blanken Zahlen her ist die Rechnung eindeutig. Jeder Carrier oder Provider hat aber auch Kosten und diese wird er an seine Kunden weiter geben, sicher noch mit einem gewissen Aufschlag. Darum ist nicht nur die Auszahlung das entscheidende Kriterium, sondern auch die Erhebung der Kosten. Sehr schnell wird man dann merken, welches Angebot nun wirklich das bessere ist. Ich empfehle deshalb jeden, sich vorher genau zu informieren, welchen Weg man gehen kann und sollte, ohne dabei zu stolpern. Das wir von der Firma Internacional IT Adultus Diversion S.L. eine solche Beratung für unsere Systeme anbieten und auch bei der Beschaffung von Rufnummern behilflich sind, sei hier nur am Rande erwähnt.
Fazit: Die Rufnummer 0900 lebt, sie lebt als angesehenes Bezahlsystem mit vielen Möglichkeiten und das in vielen Bereichen. Ihr Ansehen in der Bevölkerung und bei den Kunden hat sich zum positiven gewandelt und heute wittert man nicht hinter jedem 0900 Angebot einen Betrug oder einen unseriösen Anbieter. Dieses Ansehen müssen wir uns bewahren.

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31.07.2010
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